Märkte, Marktentwicklung & Verkehrsverlagerung im Güterverkehr

Wachstum im Güterverkehr: Die Straße profitiert, die Schiene fällt zurück

Das Güterverkehrsvolumen in Deutschland ist zum vierten Mal in Folge gewachsen und hat 2016 den historischen Höchststand von 4,6 Milliarden Tonnen transportierter Güter erreicht, was einer Verkehrsleistung von 660 Milliarden Tonnenkilometern entspricht. Das gab das Statistische Bundesamt (Destatis) Ende Februar bekannt.

Studie: Politik konterkariert eigene Ziele für Güterverkehr

Die Staaten der Europäischen Union verfolgen seit Jahren das Ziel, mehr Güterverkehr auf die Schiene zu bringen. Tatsächlich ist die Marktanteilsentwicklung des Schienengüterverkehrs (SGV) aber rückläufig. Eine neue Studie im Auftrag der Branchenverbände IBS und UIRR stellt die Rolle der politisch bedingten Kostensteigerungen bei dieser Entwicklung heraus: „Die Politik wird ihre selbstgesetzten Verlagerungsziele nicht nur nicht erfüllen, sondern sie ist es selbst, die diese Ziele konterkariert“, sagte Professor Paul Wittenbrink, Autor der Studie, bei einer Veranstaltung des gemeinnützigen Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene in Berlin.

Personenverkehr im Plus, Güterverkehr im Minus

Das Statistische Bundesamt hat für den öffentlichen Personen- und Güterverkehr vorläufige Zahlen für das vergangene Jahr vorgelegt. Demnach nahmen die Fahrgastzahlen in Deutschland im Jahr 2012 sowohl im Nahverkehr als auch im Fernverkehr weiter zu. Demgegenüber sank das Transportaufkommen im Güterverkehr bei allen Verkehrsträgern mit Ausnahme der Seeschifffahrt.

Schenker Rail baut Handelskorridor zwischen Polen und Großbritannien aus

DB Schenker Rail reagiert auf die steigende Nachfrage nach Transportleistungen auf dem Handelskorridor zwischen Polen und Großbritannien und wird ab Oktober einen weiteren wöchentlichen Güterzug zwischen Wroclaw und London anbieten. Laut Angaben des DB Konzerns verbindet bereits seit Ende des vergangenen Jahres ein Zugpaar die beiden Städte.

Schienennetz für längere Güterzüge ertüchtigen

Verkehrsverlagerung
Seite: 
62

Der Einsatz von Güterzügen mit einer Länge von 740 Metern ist in vielen europäischen Ländern Standard. Im deutschen Netz wird derzeit nur ein geringer Anteil des Güterverkehrs mit dieser Zuglänge abgewickelt. Durch die Optimierung der Infrastruktur können erhebliche Effizienzgewinne erzielt werden, die den Verkehrsträger Schiene im intermodalen Wettbewerb stärken.

Schienengüterverkehr: Verkehrsaufkommen und Verkehrsleistung

Marktanalyse
Seite: 
48

Aktuell spiegelt sich die positive Entwicklung der deutschen Wirtschaft nur bedingt in der Entwicklung des Verkehrsgeschehens wider. Besonders im Schienengüterverkehr blieben die im Jahr 2015 transportierten Mengen vor allem im grenzüberschreitenden Verkehr hinter den Werten des Vorjahres zurück.

Big-Data-Strategie für den Schienengüterverkehr

Digitalisierung
Seite: 
40

Die Digitalisierung und damit verbundene Themen wie Big Data, Internet der Dinge oder Industrie 4.0 sind zurzeit in aller Munde. Eine Entwicklung, von der auch die Bahn nicht ausgenommen ist – und von der die Bahn profitieren kann. Nicht von ungefähr zählt die Digitalisierung zu den aktuellen Fokusthemen des DB-Konzerns. Ein wesentlicher Baustein der Digitalisierung ist die zunehmende Möglichkeit und Notwendigkeit, Daten in großen Mengen zu analysieren und für weiterführende Schlussfolgerungen einzusetzen. Darum geht es bei Big Data. Auch die DB Cargo AG stellt sich dieser Herausforderung. Dieser Artikel beleuchtet anhand des Schienengüterverkehrsgeschäftsfeldes der DB, was Big Data genau bedeutet, und zeigt anhand von fünf Bausteinen eine mögliche Strategie für die Planung und Umsetzung solcher Datenanalysen auf.

TFG Transfracht richtet sich strategisch neu aus

Seehafenhinterlandverkehr
Autor/en: 
Seite: 
24

Seit Juli 2012 gehört die TFG Transfracht als Operateur im maritimen kombinierten Verkehr zur Deutschen Bahn. Unter der Führung von DB Schenker Rail soll das Unternehmen bis 2014 wieder profitabel werden.

Architekten des europäischen Güterbahnnetzwerks

European Service Design (ESD)
Autor/en: 
Seite: 
22

Die Schiene hat in Deutschland, nach einem jahrzehntelangen Rückgang, wieder einen Modal Split-Anteil von etwa 18 Prozent erlangt. Diese Entwicklung kommt in der größten Volkswirtschaft Europas nicht von ungefähr, denn seit vielen Jahren ist schon mehr als die Hälfte des Schienengüterverkehrs in Deutschland international und überquert dabei mindestens eine Landesgrenze. Dabei zeigt sich: Können die Kunden im internationalen Geschäft vom Verkehrsträger Schiene überzeugt werden, dann setzen sie auch bei ihren Transporten im Heimatmarkt auf die Schiene. Voraussetzung dafür ist aber, dass die hohen Kundenanforderungen in Bezug auf Preisgestaltung, Transportqualität und weiteren Angebotsmerkmalen auch jenseits der deutschen Grenzen erfüllt werden.

Schienenlogistik zwischen Europa, Russland und Asien

Trans Eurasia Logistics (TEL)
Autor/en: 
Seite: 
18

Das wachsende Verkehrsaufkommen zwischen Asien und Europa bietet großes Marktpotenzial für den Schienengüterverkehr. Auf der langen Transportroute kann die Schiene ihre Vorteile gegenüber anderen
Verkehrsträgern ausspielen. So ist der Gütertransport auf der Schiene erheblich schneller als über den Seeweg und wesentlich kostengünstiger als der Transport mit dem Flugzeug. Hinzu kommt, dass heutzutage immer
mehr Unternehmen großen Wert auf umweltfreundliche Transporte legen. Im Zuge des fortschreitenden Klimawandels gewinnt die Schiene, als umweltfreundliches Verkehrsmittel, auf den Korridoren Asien-Zentralasien/
Mongolei-Russland-Europa zunehmend an Bedeutung.

Seiten