Umschlaganlagen

Kombinierter Verkehr leistet Beitrag zum Klimaschutz

Der Kombinierte Verkehr (KV) hat aus Sicht von Verkehrs- und Umweltexperten das Potenzial, die Verlagerung von Gütertransporten auf die Schiene anzukurbeln und damit zum Klimaschutz im Verkehrssektor beizutragen. Marktentwicklung, Perspektiven und die Praxis kombinierter Verkehre in der Logistik standen im Mittelpunkt einer Fachtagung, zu der die Allianz pro Schiene, das Bundesumweltministerium (BMUB) und die Internationale Vereinigung für den Kombinierten Verkehr Schiene-Straße (UIRR) im November in Berlin geladen hatten.

Einblicke in das Tagesgeschäft der Russischen Eisenbahnen

Bahnfracht und Logistik
Seite: 
32

Eines der besonderen Ereignisse für die Gruppe „Rail Freight and Logistics“ des Austauschprogramms war der Besuch der Zentrale der RZD-Tochter Transcontainer. Transcontainer ist der intermodale Operator der RZD, besitzt einen Park von zirka 24.000 Containertragwagen sowie zirka 25.000 Containereinheiten und betreibt ein Netz aus Containerterminals in der gesamten Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).

Bedienen der klassischen Zusatzanlagen des Eisenbahngüterverkehrs

Deine-Bahn_ID_2006-07-032.jpg
Seite: 
32
Die Beförderung von Personen und Gütern mit der Eisenbahn erfolgt über große Entfernungen auf Streckengleisen. Seltener sind Rangierfahrten des Güterverkehrs über vormalige Streckengleise, die zu Bahnhofsnebengleisen herabgestuft wurden. Während die Reisezüge zum Ein- bzw. Aussteigen der Reisenden an Bahnsteigen halten und die Reisenden dort ihre Fahrt beginnen oder beenden, werden Güterzüge nach Beendigung der Zugfahrt häufig zu den Zusatzanlagen überführt, auf denen der Güterumschlag erfolgt. Das fahrplanbasierte Fahren der Güterzüge endet – anders als im Personenverkehr – bereits vor dem Entladen der Wagen auf der Zusatzanlage bzw. beginnt nach der Abholung der Wagen von der Zusatzanlage. Ohne auf die transportrechtlichen und tariflichen Aspekte (Haftungsübergänge und Erfüllungsorte der Transportverträge auf den Übergabestellen) dieser letzten bzw. ersten Meter eingehen zu wollen, soll im nachfolgenden Artikel dieses Glied der Transportkette aus bahnbetrieblicher Sicht näher betrachtet werden.

Güterbahnhöfe

Der europäische Schienengüterverkehr
Deine-Bahn_ID_2004-08-476.jpg
Seite: 
476

Um auf einer Zugfahrt von A nach B den Zielort zu erreichen, müssen die Reisenden gegebenenfalls mehrere Male umsteigen. Auch ein Güterwagen muss unter Umständen mehrere Male umgestellt werden, um vom Versandbahnhof (oder auch vom Gleisanschluss des Absenders) zum Empfangsbahnhof (oder zum Gleisanschluss des Empfängers) zu gelangen. Während der Reisende „seinen Zug“ selbst findet, muss der Güterwagen aber geleitet werden, und zwar über Rangierbahnhöfe (Überregionale Zugbildungsanlagen) bzw. Knotenbahnhöfe (Regionale Zugbildungsanlagen).

Terminal-Macher

Die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS) mbH
Deine-Bahn_ID_2004-11-643.jpg
Seite: 
643

Die 1982 gegründete Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene-Straße (DUSS) mbH betreibt in Deutschland neutral und diskriminierungsfrei rund 30 Umschlagterminals für den Kombinierten Verkehr. Mit über 50 Krananlagen und mehr als 10 mobilen Umschlaggeräten ist sie damit nicht nur im DB-Konzern, sondern auch in Deutschland die Nummer 1 am Markt. Seit dem 1.1.2003 ist die DUSS eine Mehrheitsbeteiligung der DB Netz AG. Das von den rund 440 Mitarbeitern erwirtschaftete jährliche Umsatzvolumen liegt bei 50 Mio. E. Zusammen mit der DB Netz AG und Dritten werden die KV-Terminals hinsichtlich der Infrastrukturanforderungen bedarfsgerecht angepasst. Für den Erfolg des Kombinierten Verkehrs ist die Leistungsqualität und Sicherheit in den Terminals als Schnittstelle zwischen Schiene und Straße von großer Bedeutung. Deshalb optimiert die DUSS die operative Betriebsführung permanent und setzt dazu ein neu entwickeltes Betriebsführungssystem für Umschlagbahnhöfe (BLU) ein, welches schrittweise auf allen großen Umschlagterminals eingeführt werden soll.