Transportverpackungen

50 Jahre Europalette

78 Nägel, 11 Bretter und 9 Holzklötze in den Maßen 1200 mal 800 mal 144 Millimeter mit einem Gewicht von 20 bis 24 Kilogramm: Das sind die typischen Merkmale der so genannten Europoolpalette, die sich unter der umgangssprachlichen Bezeichnung Europalette in der Logistik seit ihrer Einführung 1961 unentbehrlich gemacht hat.

Mehrweg-Transportverpackungen - die günstigere Variante?

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Vor 15 Jahren trat in Deutschland die Verpackungsverordnung (VerpackVO) in Kraft. Unter anderem verpflichtet sie Handel und lndustrie zur Rücknahme und stofflichen Verwertung von Transportverpackungen. Außerdem formuliert sie ausdrücklich den Schutz und den Ausbau von Mehrwegsystemen. Ziele sind die Vermeidung, Verminderung und Verwertung von Verpackungswertstoffen, die Suche nach umweltfreundlichen Lösungen und die Entwicklung von Mehrwegsystemen. Natürlich wurden Transportverpackungen auch schon vor dieser Verordnung mehrfach genutzt. Trotzdem gab die Verordnung den Mehrwegtransportverpackungen (MTV) einen großen Schub und leitete eine Trendwende hinsichtlich der Reduzierung des Aufkommens von Verpackungsmüll ein.

Die Verpackungsverordnung

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Verpackungen gehören zum täglichen Leben. Sie dienen unterschiedlichsten Zwecken, wie der sicheren Lieferung von Produkten, dem Schutz von Waren und der Kundeninformation. Doch Verpackungen haben auch ihre Schattenseiten. In Deutschland fallen pro Kopf und Jahr ca. 350 kg Abfall an. Der Anteil an Verpackungen beträgt dabei ca. 50 Prozent nach den Volumen und ca. 30 Prozent nach dem Gewicht. Damit gehören Verpackungsabfälle zur wichtigsten Abfallart des Hausmülls und der hausmüllähnlichen Gewerbeabfälle. Für die Abfallentsorgung waren bis 1991 ausschließlich die Gemeinden zuständig, bis erkannt wurde, dass sie mit ihren Abfallbewältigungssystemen, die vorrangig auf Beseitigung ausgerichtet waren, das Müllwachstum nicht nachhaltig beeinflussen konnten.