Hafenhinterlandverkehr

HGK Cargo – Logistik mit Tradition

Güterverkehr
deine_bahn_12_2010_48.jpg
Autor/en: 
Seite: 
48

Die Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK) hat sich in den vergangenen Jahren vom regionalen Spezialisten zu einer der größten Privatbahnen Deutschlands entwickelt. Das Unternehmen unter dem Dach des Kölner Stadtwerke-Konzerns hat die Liberalisierung des Güterverkehrs für sich genutzt. Heute befördern die Domstädter mit aktuell 62 Lokomotiven bis zu 3 Millionen Nettotonnenkilometer im Jahr. Dabei reicht ihr Wirkungskreis weit über das Rheinland hinaus.

Hafen Hamburg

Maritimer Logistikknoten des Weltseeverkehrs zum europäischen Hinterland
Deine-Bahn_ID_2007-01-002.jpg
Seite: 
2
Rubrik: 
Die Globalisierung der Wirtschaft und mit ihr verbundener Transport-Logistik erhöht die Bedeutung wirtschaftsgeographisch günstig gelegener Seehäfen. Industrie und Handel im Binnenland sind auf die Seehäfen angewiesen, um über den Seeweg ferne Märkte zu erreichen und/oder Wertschöpfungsketten zu knüpfen. Umgekehrt benötigen überseeische Unternehmen logistisch gut aufgestellte Seehafenstandorte als Sprungbrett zur Erschließung europäischer Märkte. Hamburg hat die besten Voraussetzungen, um sich auf Dauer als eines der weltweit führenden Logistikzentren zu etablieren – zum Vorteil seiner Region und korrespondierender Logistikstandorte in Mittel- und Osteuropa. Mit seinem hohen Bahnanteil im Hinterlandverkehr und den vorhandenen Potenzialen auf Binnenwasserstraßen sowie der vorteilhaften Lage weit im Binnenland bietet der Standort gute Voraussetzungen für einen umweltschonenden und leistungsstarken Verkehr auch bei rasch zunehmenden Containerladungsströmen. Das Wachstumstempo erfordert allerdings unverzügliche Maßnahmen dort, wo Überlastungen der Verkehrsinfrastruktur drohen. Engpässe auf Schiene und Straße im Hinterland des Seehafens bedürfen der beschleunigten Beseitigung. Unterhaltung und Ausbau von Binnenwasserstraßen müssen mit entsprechender Aufmerksamkeit verfolgt werden. Entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Nordseehäfen gegenüber den Westhäfen ist allerdings primär die Verbesserung der nautischen Bedingungen in den Zufahrten, um Verkehrsverlagerungen zu vermeiden und sich abzeichnenden Überlastungen in den westeuropäischen Häfen und ihrem Hinterland zu begegnen.

Seehäfen in Deutschland – Gewinner der Globalisierung

Die Bedeutung deutscher Seehäfen für die Logistik und den Wirtschaftsstandort Deutschland
Deine-Bahn_ID_2007-08-024.jpg
Autor/en: 
Seite: 
24
Verfolgt man die Meldungen über den Seegüterumschlag, so vergeht kaum ein Monat, in dem die internationalen Seehäfen keine neuen Rekorde im Umschlag vermelden. Allein für das erste Quartal 2007 vermeldet das Statistische Bundesamt wieder ein erneutes Wachstum des Seegüterumschlages um über 7 Prozent auf 77,5 Millionen Tonnen gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Diese Zahl ist symptomatisch für die Entwicklung in den Seehäfen und reiht sich in ein seit ca. 1990 andauerndes stark beschleunigtes Wachstum. Die überproportionalen Wachstumsraten des Containerumschlags (siehe hierzu auch Deine Bahn 6/2007) überlagern dabei, dass auch in den anderen Segmenten wie Stückgut, Tanktransporte etc. permanente Steigerungsraten zu verzeichnen sind. Da es sich beim Transport und Warenumschlag aber stets um eine derivate Nachfrage handelt, ist dieses Wachstum ein Indikator sowohl für die stark wachsende Weltwirtschaft, wie auch den steigenden Grad der weltwirtschaftlichen Verflechtung. Und diese Entwicklung – da sind sich fast alle Experten einig – wird weiter voranschreiten. Nahezu alle Prognosen gehen von einer erneuten Verdopplung allein des Containerumschlags in den nordeuropäischen Seehäfen bis 2015 aus. Wer sich einmal einen der hochmodernen Containerterminals in Hamburg oder Bremen/Bremerhaven oder auch in den Häfen der sog. ARA-Range (Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam) angesehen hat, der erkennt schnell, welche logistischen Herausforderungen sich aus den gewaltigen Warenbewegungen im Hinblick auf die seeseitigen Kapazitäten, die Hafen-, Lager und Umschlagskapazitäten und vor allem auf die infrastrukturellen Anbindungen des Hinterlandes ergeben.