Ganzzugverkehr

Längere Güterzüge in Deutschland

Schienengüterverkehr
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Die Zuglänge ist ein primärer Treiber für die Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit des Schienengüterverkehrs. Vereinfacht ausgedrückt: je länger der Zug, desto höher die Ladekapazität je Zug und desto niedriger die Kosten für auf der Schiene transportierte Güter. Dabei sind betriebs- und sicherheitsrelevante Auswirkungen zu beachten, die eine Anpassung der Infrastruktur erfordern. Positive Erfahrungen sammelte die DB in einem Pilotprojekt zur Weiterführung von 835-Meter-Zügen von Dänemark bis nach Hamburg. Auf europäischer Ebene wird bereits an der Verdoppelung der Zuglänge im grenzüberschreitenden Güterverkehr geforscht.

Automatische Kupplung

Umbau des Falnqqs 130
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Der Falnqqs 130 ist ein offener Schüttgutsattelwagen mit 4 Radsätzen und Seitenklappen, der für den Braunkohletransport im Ganzzugpendel Wählitz – Buna eingesetzt wird. Ziel war es, für DB Schenker Rail die Instandhaltungskosten und Ausfallzeiten zu minimieren.

Ausschlaggebend für die Systementscheidung CAKv (Compakt Automatische Kupplung vereinfacht) und Kuppelstange waren die hohen Betriebsbelastungen im Pendelverkehr Wählitz – Buna. Auf Grund des Befahrens von engen Gleisbögen (insbesondere im Schubbetrieb) waren die Puffer und die Radsätze einem hohen Verschleiß ausgesetzt.

Das Produktionssystem im Schienengüterverkehr

Schlanke Produktionsstrukturen in vernetzten Systemen
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DB Schenker Rail, die Güterbahn der DB, hat im letzten Jahr in Deutschland über 270 Millionen Tonnen Güter transportiert und dabei eine Verkehrsleistung von ca. 90 Milliarden Tariftonnenkilometern erzeugt. Dafür waren arbeitstäglich über 4.000 Güterzüge auf dem Schienenetz unterwegs, um die Güter zuverlässig an ihr Ziel zu bringen. Umgerechnet entspricht dies einer täglichen Lkw-Schlange von Hamburg bis Rom.

Güterverkehr ist kein Selbstzweck. Zunehmender Wettbewerb, steigende Anforderungen aus dem stark wachsenden internationalen Güteraustausch und die Einbindung in anspruchsvolle Logistikkonzepte der Kunden erfordern durchdachte Produkte und den optimalen Einsatz der Produktionsressourcen. An erster Stelle steht der Kundennutzen. Die Produktionsverfahren können in einem solchen Umfeld nicht statisch bleiben. Denn nur für eine leistungs- und wettbewerbsfähige Güterbahn bietet der Markt gute Chancen.

Die folgende Beschreibung soll einen groben Überblick über die Strukturen des Produktionssystems ermöglichen.

Die Produktpalette der Stinnes AG

Der europäische Schienengüterverkehr
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Mit den Verkehrsmitteln des Eisenbahnverkehrs, den Güterwagen, werden alle Güter und Transportgefäße befördert, die der Bahn (hier stellvertretend Railion Deutschland) zum Transport übergeben werden. Die Güterwagen wiederum werden zu Güterzügen zusammengestellt, die sie zu ihrem Ziel bringen. Die Transportqualität (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit) der Güterzüge ist ein entscheidender Faktor für die Umsetzung der am Markt angebotenen Leistungspalette, sei es hinsichtlich der Beförderung von konventionellen Wagenladungen, Containern, Wechselbrücken, Sattelaufliegern und kompletten Lastkraftwagen oder Massengütern.