Wirtschaftlichkeit

Masterplan Schienengüterverkehr: Sinkende Trassenpreise sollen Innovationen fördern

Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) hat für das Jahr 2018 eine Senkung der Trassenpreise für den Schienengüterverkehr angekündigt. Die Maßnahme ist Teil eines „Masterplan“, den das BMVI Ende Juni gemeinsam mit den beteiligten Verbänden von Verkehrsunternehmen und Bahnindustrie in Berlin vorstellte. Im Bundeshaushalt sind für die Abfederung der Preissenkung 350 Millionen Euro aus Bundesmitteln vorgesehen.

Verkehrswende und Klimaschutz: Umdenken erforderlich

Um die von der Politik gesteckten Klimaziele zu erreichen, muss der Ausstoß von verkehrsbedingten Treibhausgasen verringert werden. Dafür sind konsequente politische Weichenstellungen im Verkehrssektor und ein gesamtgesellschaftliches Umdenken in Sachen Mobilität erforderlich. Zu diesem Schluss kamen die Veranstalter des „Realitäts-Check Klimapolitik“ Ende September in Berlin.

Zugvibrationen zur Energiegewinnung nutzen

Ein Forscher-Team der US-amerikanischen Universität Stony Brook ist im November auf der Konferenz „Energy Harvesting and Storage USA 2012“ für die Entwicklung einer Technologie ausgezeichnet worden, die aus Zugvibrationen Energie gewinnt. Professor Lei Zuo vom „Department of Mechanical Engineering“ der im US-Bundestaat New York ansässigen Universität wurde zusammen mit seinen beiden Studenten Teng Lin und John Wang dafür in der Kategorie „Best Application of Energy Harvesting“ geehrt.

Innovatives Konzept zur Dieseleinsparung bei Lokomotiven

DB Innovation Challenge 2016
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Die Fachgruppe Bahntechnik der Hochschule für angewandte Wissenschaften München hat den Innovationspreis der Deutschen Bahn in der Kategorie Forschung und Wissenschaft gewonnen, der auf der InnoTrans 2016 verliehen wurde. Auf der Grundlage des HYREC-Konzeptes gelang der Nachweis, dass das Prinzip der Rückgewinnung von Bremsenergie auf Diesellokomotiven übertragbar ist. In der Praxis kann damit der Dieselverbrauch der bei der DB eingesetzten Loks bei geringen Kosten für die Umrüstung reduziert werden.

Wasserstofftechnologie auf der Schiene

Alternative Antriebe
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Die Kohlendioxid-Emissionen aus dem Schienenverkehr sollen sinken, jedoch sind der Elektrifizierung des Streckennetzes Grenzen gesetzt. Daraus ergeben sich Chancen für innovative Lösungen wie die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Wasserstoff kann via Elektrolyse aus Windenergie emissionsarm produziert werden, welcher dann als Langzeitspeicher für fluktuierende erneuerbare Energien fungiert. Dieser „grüne“ Wasserstoff lässt sich auch als Kraftstoff für Brennstoffzellenzüge nutzen. Ab 2017 sollen die ersten beiden Prototypen im niedersächsischen Bremervörde zum Einsatz kommen.

 

Das Fachinformationssystem Naturschutz und Kompensation

Expertensystem FINK
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Der Neu- und Ausbau von Bahnstrecken führt meist zu Eingriffen in die Natur, die nach Bundesnaturschutzgesetz kompensiert werden müssen. Die Deutsche Bahn als einer der größten Bauprojektträger des Landes plant und realisiert mehrere hundert Kompensationsmaßnahmen pro Jahr. Diese müssen auch nach Ende eines Bauprojekts dauerhaft erhalten werden. Das Eisenbahn-Bundesamt als Genehmigungsbehörde überprüft einmal pro Jahr den Status aller Maßnahmen. Um diese Aufgabe konzernübergreifend effizient zu bewältigen, setzt die DB seit 2015 das webbasierte Expertensystem FINK – Fachinformationssystem Naturschutz und Kompensation – ein. Geplant und entwickelt hat die Software ein Team aus Umwelt-Fachleuten und IT-Spezialisten unter der Leitung von DB Umwelt.

 

Eco DeMe Train: Nachhaltiger Schienenverkehr bei der SOB

Innovation
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Der „Eco DeMe Train“ besteht aus dem Zugverband einer vorhandenen diesel-elektrischen Lokomotive sowie einem neuen Stromversorgungswagen, der zwischen der Lokomotive und den Reisezug- oder Güterwagen eingereiht wird. Durch diesen Stromversorgungswagen, der mit Stromabnehmer, Transformator und Hilfsbetrieben ausgerüstet und modular erweiterbar aufgebaut ist, wird die vorhandene Lokomotive zur Zweikraftlokomotive modifiziert.

 

DB Energie koordiniert konzernweites Energiesparprogramm

Klimaschutz
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Keine Frage, Energiesparen ist der beste Klimaschutz. Insofern ist und war das Energiedienstleistungsgesetz ein Schritt in die richtige Richtung. Es fordert Unternehmen ab 250 Mitarbeitern oder mehr als 50 Millionen Euro Umsatz auf, ihre Verbräuche mit Audits oder einem Energiemanagementsystem nachzuweisen und Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten. Innerhalb der Bahn waren hiervon alleine in Deutschland 200 Gesellschaften betroffen. Ein Kraftakt, den DB Energie, der Energiedienstleister der Deutschen Bahn, koordiniert und gesteuert hat.
 

Vision einer nachhaltigen und kosteneffizienten Energiewende

Zellularer Ansatz
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Alle wollen die Energiewende! Aber keiner will die Stromtrasse im Vorgarten oder die Kosten des Netzausbaus zahlen, wie die teils hitzig und emotional geführte Debatte in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Kontext stetig steigender Energiekosten zeigt. Der konventionelle Ansatz des Netzausbaus erfordert eine Neustrukturierung sowie erhebliche Investitionen in die Ertüchtigung der Energienetze. Eine Alternative ist das zellulare Modell.

Online-Anmeldung für Stationshalte

Stationsportal der DB Station&Service AG
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Rund 5.400 Personenbahnhöfe mit etwa 1.000 Empfangsgebäuden gehören zum Portfolio von Europas größter Bahnhofsbetreiberin, der DB Station&Service AG. An ihren Bahnhöfen finden etwa 145 Millionen Zughalte pro Jahr statt, wobei jeder einzelne zuvor angemeldet und vertraglich vereinbart werden muss. Bisher gab es dafür einen vergleichsweise aufwändigen Prozess, bei dem die Eisenbahnverkehrsunternehmen und die DB Station&Service AG Dokumente per E-Mail, Fax oder Post ausgetauscht haben. Eine zeitgemäße und kundenfreundliche Online-Anwendung löst dieses Verfahren nun ab – das Stationsportal. Die Vorteile liegen auf der Hand.

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