Gleisgeometrie

Beschleunigte Bogenfahrt durch Überhöhungsfehlbeträge

Fahrwegtechnik
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Seit den 80er-Jahren des letzten Jahrhunderts ist die Deutsche Bahn AG, respektive ihr westdeutscher Vorgänger, die Deutsche Bundesbahn, bestrebt, Bogengeschwindigkeiten durch einen maximalen Überhöhungsfehlbetrag bis 150 Millimeter zu erhöhen. Die Rahmenbedingungen dafür sind bereits seit den 1990er-Jahren geschaffen. Die Anzahl der Anwendungen im Bereich der heutigen DB Netz AG ist jedoch marginal. Im Rahmen einer Masterarbeit des neuen Weiterbildungsstudiengangs Europäische Bahnsysteme (siehe Deine Bahn 1/2016) wurden nun die regulatorischen und betrieblichen Rahmenbedingungen für die generelle Anwendung von Überhöhungsfehlbeträgen von größer 130 bis 150 Millimeter ermittelt.

Satellitengestützte Gleisvermessung im Oberbau

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Vor ca. 35 Jahren wurde bei der Deutschen Bundesbahn das Gleisvermarkungssystem eingeführt. Die Schnittstelle zwischen der Arbeit des ehemaligen Vermessungsdienstes und dem Oberbaudienst war der Gleisvermarkungsplan. Infolge der nachweislich unsicheren Standsicherheit der Gleisvermarkungspunkte (GvP) und der in Folge damit einhergegangenen Praxis, Ausgleichungsmethoden auf den Stopfmaschinen einzusetzen, die mit extremen Extrapolationsverfahren Gleisgeometrien betrachtet und auch bearbeitet haben, wurden periodische/systematische Gleislagefehler erzeugt die den Bedürfnissen des heuten Geschwindigkeits- als auch Komfortanspruches bei weitem nicht mehr gerecht werden. Eine Nachbesserung der fehlerhaften Gleisvermarkungspunkte erfordert einen hohen zeitlichen und kostenintensiven Aufwand.