Zweiwegefahrzeuge

Rückraumüberwachung bei Zweiwege-Baggern

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Zweiwegefahrzeuge sind Fahrzeuge, die sowohl auf der Straße als auch auf dem Gleis fahren können. Fahrzeuge dieser Art sind meist Baumaschinen wie zum Beispiel der Zweiwege-Bagger.

Der Zweiwege-Bagger (ZWB) ist auf den Baustellen der DB AG sehr häufig anzutreffen, da er vielseitig einsetzbar ist. Die Anwendungsfälle reichen von Arbeiten am Eisenbahn-Oberbau (z.B. Schienen- und Schwellenwechsel), Arbeiten am Unterbau (z.B. Herstellen von Bahngräben, Randwegen oder Kabelkanälen) bis hin zu Vegetationsarbeiten. Außerdem werden mit dem ZWB Lasten transportiert und Waggons bewegt.

Im Folgenden werden das Gefährdungspotenzial des ZWB und Maßnahmen zur Minimierung dieser Gefährdung näher erläutert.

Zweiwege-Fahrzeuge

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Die Idee, ursprünglich für die Straße konzipierte Fahrzeuge auch auf der Schiene einzusetzen, ist nicht neu. Bereits Mitte der 60er Jahre wurden die ersten Unimog-Fahrgestelle mit Gleitkufen ausgestattet, die eine Spurführung auf Gleisen mit Normalspur ermöglichten. Für den Antrieb sorgten die Straßenräder des Fahrzeugs. Wenige Jahre später wurden die Gleitkufen durch Schienenführungsräder in Form von paarweisen kleinen Rollen, den so genannten Gelenkrollenspurhaltern ersetzt. Dies erhöhte sowohl die Flexibilität des Fahrzeugs als auch die Sicherheit der Gleisführung. Heute sind Zweiwege-Fahrzeuge auf dem Gleisnetz der Deutschen Bahn und auch bei privaten Infrastrukturbetreibern zu einer Selbstverständlichkeit geworden. Viele Wartungs- Pflege- und Inspektionsarbeiten an der Gleis-Infrastruktur, aber auch Gleisbauarbeiten werden heute mit Zweiwege-Fahrzeugen auf Basis von LKW- oder Unimog-Fahrgestellen durchgeführt. Ein großer Vorteil dieser Fahrzeuge ist, dass Transferfahrten schnell und einfach auf der Straße durchgeführt werden können. Des Weiteren haben Zweiwege-Fahrzeuge bei Anschaffung, Wartung und Instandhaltung häufig einen Kostenvorteil im Vergleich zu schienengebundener Technik, insbesondere wenn das Basisfahrgestell ein Produkt aus der Großserie ist wie z.B. beim Zweiwege-Bagger oder beim Zweiwege-Unimog. Dennoch scheint das Potenzial dieses Fahrzeugtyps noch lange nicht ausgeschöpft zu sein.

Oberleitungsmontagefahrzeuge

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Spezielle Oberleitungsmontagefahrzeuge (OMF) stehen als hocheffektive Arbeitsmaschine für den Oberleitungsbau und deren Wartung zur Verfügung. Die Fahrzeuge werden in Anlehnung an die Richtlinien des Eisenbahnbundes­amtes gebaut.

Zweiwegefahrzeuge

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Eben mal schnell auf der Schiene eine Gruppe Güterwagen umsetzen und anschließend über den Flurförderweg zur Werkstatt fahren, um einen fertig gestellten Wagen in den nahen Rangierbahnhof zu befördern: Mit Zweiwegefahrzeugen kein Problem, denn diese überwinden die vorgegebenen Systemgrenzen. Zweiwegefahrzeuge sind Kraftfahrzeuge, die auch auf Schienen fahren können oder Schienenfahrzeuge, die zusätzlich die Option der Straßenbefahrung bieten. Die Einsatzgebiete derartiger Fahrzeuge sind recht vielfältig: Ob Baudienst, Werksverkehr, Rangierdienst oder Anschlussbedienung; alles ist möglich. Nachfolgend wollen wir Ihnen anhand dreier Beispiele die „Zweiwege-Idee“ näher vorstellen.