Risikomanagement

Betriebliches und technisches Risikomanagement

DB Fernverkehr AG
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Seit dem 7. Juni 2013 ist die europäische Verordnung zur Kontrolle der Sicherheitsmaßnahmen (Common Safety Methods for Monitoring – EU-VO 1078/2012) umzusetzen. Darin beschrieben sind detaillierte Vorgaben zur laufenden Überwachung der Maßnahmen zur Risikokontrolle, die im Sicherheitsmanagementsystem gefordert sind. Mit dieser vorläufig letzten gemeinsamen Sicherheitsmethode ist das Sicherheitsmanagementsystem umfassend beschrieben und der Regelkreis für ein durchgängiges Risikomanagement als Basis der Sicherheit im System Eisenbahn geschlossen.

Methode zur Erarbeitung von Störfallprogrammen

Entwicklung
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Es ist sechs Uhr morgens in Frankfurt am Main – Tausende von Fahrgästen benutzen die Frankfurter S-Bahnen, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Plötzlich werden Personen im Gleisbereich gemeldet, was zu einer Streckensperrung im dicht befahrenen Tunnel in der Innenstadt führt. Eine turbulente Schicht in der Transportleitung Hessen ist damit garantiert. Die Disponenten behalten jedoch den Überblick: Mit ihrem vorgefertigten Störfallprogramm für die Sperrung des Abschnittes sind sie bestens vorbereitet. Die für diesen Fall vorgesehenen Maßnahmen, wie dem vorzeitigen Wenden oder Umleiten von Zügen, sind allen Beteiligten bekannt, denn die Maßnahmen für den Störungsfall müssen nicht erst erarbeitet werden. Es vergeht nur wenig Zeit, bis die ersten Maßnahmen greifen, die Störung kontrolliert und die Information der Kunden durch entsprechende Anzeigen und Ansagen in den Stationen sichergestellt ist.

Unternehmensrisiken und Risikobeherrschung

Sicherheit
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Eisenbahnverkehrsunternehmen tragen die Verantwortung für die Sicherheit in ihrem eigenen Systembereich. Im Rahmen der Einrichtung und Weiterentwicklung des Sicherheitsmanagementsystems hat ein Eisenbahnverkehrsunternehmen nach Anhang III, Ziffer 2d der Richtlinie 2004/49/EG „Richtlinie über die Eisenbahnsicherheit“, Verfahren und Methoden für die Durchführung von Risikobewertungen sowie die Anwendung von Maßnahmen zur Risikokontrolle einzurichten. Das Ziel ist, systematisch sicherheitsrelevante Schwachstellen in Systemen und Prozessen des Eisenbahnbetriebes und der Eisenbahntechnik aufzudecken, Gefährdungen zu identifizieren und Anforderungen zur Beherrschung dieser Schwachstellen zu definieren. Darüber hinaus haben Eisenbahnverkehrsunternehmen mit anderen im Eisenbahnsystem tätigen Unternehmen bei der Umsetzung von Maßnahmen zur Risikokontrolle zusammenzuarbeiten.

Speichertechnologien für den Schienenverkehr der Zukunft

Energiemanagement
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Sonne, Wind und Wasser sind die Energiequellen der Zukunft – und Strom der ideale Endenergieträger im Verkehrssektor. Um beides zusammen zu bringen, unterstützt die DB die Entwicklung von Speichertechnologien für fluktuierende regenerative Energiequellen. Das Hybridkraftwerk der Enertrag AG in Prenzlau wird aus dem „Neuanlagenbonus“ der besonders grünen CO2-freien Bahntickets unterstützt. Die innovative Technologie speichert die Energie aus Windstrom und sorgt auch bei Flaute für Versorgungssicherheit.

Betriebliche und technische Risiken managen

Richtlinie 451
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Die gemeinsamen Sicherheitsmethoden für die Risikoevaluierung und -bewertung der europäische Verordnung (EG) 352/2009 sind seit dem 19. Juli 2010 für Fahrzeuge und strukturelle Teilsysteme anzuwenden. Ab dem 1. Juli 2012 fallen alle Änderungen des Eisenbahnsystem unter die Anwendung dieser Verordnung. Darüber hinaus sind die Normen EN 50126, EN 50128 und EN 50129 für Bahnanwendungen zu befolgen. Die Richtlinie 451, die im folgenden Beitrag im Detail vorgestellt wird, beschreibt und untersetzt diese Vorgaben für das betriebliche und technische Risikomanagement im System Bahn.

Sicherheit hat absolute Priorität

Risikomanagement
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Einheitliche Bedingungen für den Eisenbahnverkehr sind Voraussetzung für die Öffnung des europäischen Marktes und für einen diskriminierungsfreien Wettbewerb über die EU-Ländergrenzen hinweg. Dabei darf jedoch die Sicherheit des Eisenbahnverkehrs nicht zur Disposition stehen. Der folgende Beitrag beschreibt die Sicherheitskultur und das Risikomanagement der DB AG anhand von Verfahren zur Risikobetrachtung in technischen Teilsystemen.

Pandemievorsorge bei der Deutschen Bahn AG

Gesundheitsmanagement
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Die Wahrnehmung von Risiken unterliegt dem gesellschaftlichen Wandel. Seit den verheerenden Pest-Epidemien im Mittelalter führen neue gesundheitliche Gefahren zu großen Ängsten und oftmals irrationalem Verhalten. Vom Milzbrand-Erreger über den Erreger des Rinderwahnsinns bis hin zur Infektionserkrankung SARS hatten solche subjektiven Risikobewertungen in den vergangenen Jahren auch ohne große Erkrankungsraten schwerwiegende Auswirkungen
auf die Weltwirtschaft und den globalen Reiseverkehr. Das sich seit April 2009 verbreitende neue Grippevirus A/H1N1 hat das Potenzial, erhebliche Auswirkungen auf das gesellschaftliche Leben zu entwickeln und damit den Geschäftsbetrieb der Deutschen Bahn wesentlich zu beeinträchtigen. Um das Risiko für Beschäftigte, Kunden und das Unternehmen bewerten und mit Gegenmaßnahmen kontrollieren zu können, verfügt die Deutsche Bahn wie viele andere Unternehmen über einen Pandemieplan, der in diesem Artikel in Grundzügen vorgestellt wird.

Kritische Geschäftsprozesse

Sind Prävention und Reaktion planbar?
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Der Beitrag erläutert wie Unternehmen und Organisationen ihre Mitarbeiter und Ressourcen vor Sabotage, Wirtschaftsspionage, Naturkatastrophen und Terrorismus schützen und die Funktionalitäten ihrer Geschäftsprozesse aufrecht erhalten können. Die Abhängigkeit von Technologien und die Vernetzung mit Geschäftspartnern und Kunden ist auch bei der Bahn ein wunder Punkt wie der Netzwerkausfall Mitte Januar gezeigt hat. Hier ist durch nicht funktionierende Computersysteme schnell eine bundesweit kritische Situation eingetreten, die geschätzte Kosten von einer halben Millionen Euro nach sich zieht. Die Deutsche Bahn AG als kritischer Infrastrukturbetreiber wird durch Systemausfälle oder Unwetter immer wieder auf die Probe gestellt. Der Beitrag erläutert was bei der Installation von Notfallsystemen bedacht werden muss und wie Unternehmen ihre Mitarbeiter und Ressourcen vor Sabotage, Wirtschaftsspionage, Naturkatastrophen und Terrorismus schützen, um die Funktionalitäten ihrer Geschäftsprozesse aufrecht erhalten können.

Corporate Governance: Verhaltensregeln für Unternehmensführung – für börsennotierte Unternehmen eine Selbstverständlichkeit?

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Die Deutsche Bahn AG (DB AG) geht an die Börse. Mit dem Gang an den Kapitalmarkt gelangt das Unternehmen in einen neuen Fokus. Die DB AG und ihr Management werden zukünftig von Kapitalanlegern genauer beobachtet werden. Dieser Beitrag geht der Frage nach, welche Verhaltensweisen im Rahmen der Unternehmensführung, Kontrolle und Interessenvertretung kapitalmarktorientierte Gesell­schaften zeigen sollten und wie die Kontrolle der Geschäftsführung solcher Unternehmen sich gestaltet. In diesem Zusammenhang werden grundsätzliche Unternehmensverfassungsaspekte aus dem Aktienrecht und aktuelle Tendenzen in der Diskussion um die Corporate Gover­nance Grundsätze aufgegriffen.
Wer mit seinem eigenen Kapital wirtschaftet, ist nur sich selbst gegenüber zur Rechenschaft verpflichtet. Wer aber mit dem hingegebenen Geld Fremder ar­beitet, seien es Gläubiger oder Anleger, muss die vernünftige Verwendung und den sachgerechten Umgang mit diesen Mitteln dokumentieren und erläutern. Eine solche Rechenschaft über die Verwendung der finanziellen Mittel erfolgt durch Jahresabschlüsse. Diese Aspekte gewinnen insbesondere bei den Kapi­talgesellschaften in der Rechtsform der AG und GmbH Bedeutung, da bei diesen Gesellschaften die Eigentümer der Unternehmen nicht zwangsläufig auch die Geschäftsführung innehaben. Bei größeren Unternehmen ist es die Regel, dass die Eigentümer eine Geschäftsleitung mit der Wahrnehmung ihrer Interessen beauftragen. Neben den Eigentümern wirken aber auch noch andere Gruppen mit ihren Interessen auf die Ausrichtung eines Unternehmens ein.

Integriertes Risikomanagement sichert Transparenz

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Risikomanagement ist eine sehr komplexe, facettenreiche und interdisziplinäre Richtung der Betriebswirtschaft. Die Risikomanagement-Landschaft selbst stellt sich momentan noch relativ zerklüftet dar. Es fehlen im nationalen wie internationalen Bereich einheitliche und transparente Definitionen und Standards. Je nach Verständnis und gewähltem methodischen Ansatz werden Risiken und Chancen unterschiedlich definiert und in das Unternehmen involviert. Wie auch in der DB AG ist Risikomanagement dennoch in vielen Unternehmen (weltweit) ein fester Bestandteil der Unternehmensführung geworden. Innerhalb der DB AG wird Risikomanagement nicht nur als gesetzlicher Zwang (durch das KonTraG) verstanden, sondern stellt ein Mittel des Managements dar, um Transparenz über das tatsächliche Risikopotenzial zu erlangen und entsprechend agieren zu können.

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