Untergesetzliche Regelwerke

Vorbeugender Brandschutz in Schienenfahrzeugen

Werkstoffe
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Die Normenreihe EN 45545 hat zum 31. März 2016 nationale Normen zum Brandschutz in Schienenfahrzeugen abgelöst. Sie definiert Grenzwerte für den Beitrag der verwendeten Werkstoffe zu den einzelnen Brandrisiken. Dazu zählen Flammenausbreitung, Wärmefreisetzungsrate bzw. Brandlast, Rauchentwicklung und Rauchgastoxizität. Brandprüfungen ermöglichen die Messung der einzelnen Parameter und damit die Auswahl geeigneter Werkstoffe.

Neue Betriebsanweisungen für feuergefährliche Arbeiten

Brandschutz
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Die DB Netz hat Muster-Betriebsanweisungen und einen unterstützenden Prozess für den Brandschutz bei Arbeiten im Gleisbereich erstellt, um die Umsetzung der erforderlichen Schutzmaßnahmen zu standardisieren und damit zu vereinfachen.
 

Drei Phasen der Sicherheitsarbeit im Bahnsystem

Sicherheitskonzepte
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Das Bahnsystem in seiner heutigen Form ist eines der sichersten Verkehrsträger. Dieses wird in vielen Statistiken durch eine geringe Anzahl an Opfern, unabhängig von der gewählten statistischen Bezugsgröße (zum Beispiel pro Personenkilometer oder pro Personenstunde), untermauert. Diese wichtige Eigenschaft ist der Tatsache zu verdanken, dass die Erfahrungen und Erkenntnisse der im Bahnsystem beteiligten Mitarbeiter über fast zwei Jahrhunderte hinweg kontinuierlich in die Sicherheitsarbeit eingeflossen sind. Dabei lassen sich drei Phasen der Sicherheitsarbeit im Umgang mit technischen Systemen beschreiben. In der Phase nach einem Ereignis kann der „Why-Because“-Ansatz zur Analyse der Ursachen genutzt werden, wie am Beispiel des Bahnunfalls in Mannheim von 2014 gezeigt wird.

Sp Dr 60-Stellwerke bedienen. Teil B, Störungen

Neuauflage DB-Fachbuch
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Das Fachbuch „Sp Dr 60-Stellwerke bedienen. Abweichen vom Regelbetrieb und Störungen“ beschreibt abgestufte Bedienhandlungen, die es dem Anwender ermöglichen, in den unterschiedlichsten Situationen bei Unregelmäßigkeiten und Störungen noch vorhandene passiv-redundante Stellwerksfunktionen sicher zu nutzen. In der überarbeiteten und aktualisierten 5. Auflage wurde der gesamte Inhalt des Buches an die Weiterentwicklung betrieblicher Verfahrensregeln im Zuge der Neuherausgabe der Fahrdienstvorschrift (Richtlinie 408) angepasst und darüber hinaus durch 160 praktische Wiederholungsfragen ergänzt. Der Autor Dirk H. Enders stellt das Fachbuch in einem Textauszug vor, der die Durchführung einer Zugfahrt mit besonderem Auftrag auf Fahrwegen beschreibt, für die keine Zugstraße vorgesehen ist.

Aufbau und Konstruktion von BOStrab-Fahrzeugen

DB-Fachbuch – Textauszug
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Die Bau- und Betriebsordnung für Straßenbahnen ist das Pendant zur Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung – EBO im Straßenbahnbereich. Anders als die EBO verzichtet sie aber weitgehend auf detaillierte Grenzwert- oder Maßangaben und lässt bewusst Spielraum für an die Erfordernisse der jeweiligen Kommune angepasste Lösungen. Historisch gewachsen ist diese Philosophie vor dem Hintergrund, dass elektrische Straßenbahnsysteme meist aus lokalen und in die jeweiligen Städte angepassten Pferdebahnen entstanden, die überregional meist nur eingeschränkt kompatibel waren. Diese „Inselnetze“ entwickelten sich meist getrennt voneinander weiter, sodass eine Standardisierung im Regelwerk nur auf einer funktionalen Ebene sinnvoll war.

Regulierung im Bahnsektor: Herausforderung für Betriebsleiter

VDEF-Symposium in Würzburg
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Eisenbahnpaket, ECM-Richtlinie, TSI: Die Regulierung des europäischen Eisenbahnsektors bringt auf nationaler Ebene zahlreiche Neuregelungen für die Verkehrsunternehmen mit sich. Ihre Umsetzung stellt die Eisenbahnbetriebsleiter vor Herausforderungen, auf die der Verband Deutscher Eisenbahnfachschulen bei seinem diesjährigen Symposium den thematischen Schwerpunkt legte. So informierte der VDEF die Teilnehmer unter anderem über die neue Fahrdienstvorschrift der DB Netz AG und den Stand zum geplanten Eisenbahnregulierungsgesetz.

 

Umsetzung des Betriebsregelwerks EVU

Eisenbahnverkehrsunternehmen
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Das Betriebsregelwerk EVU stellt eine wichtige Grundlage für die Eisenbahnverkehrsunternehmen dar, um auch nach Anwendung der Vorschriften der Technischen Spezifikationen für die Interoperabilität des Teilsystems Verkehrsbetrieb und Verkehrssteuerung den Betrieb sicher, möglichst wirtschaftlich und nach weitgehend  einheitlichen Regeln weiterbetreiben zu können. Damit bleiben auch gemeinsame Ausbildungen und Kooperationen weiterhin möglich.
 

Verfahrensregeln zum Fahren von Zügen

ETCS Level 2
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Mit der Inbetriebnahme der Strecke Erfurt nach Leipzig/Halle wird die DB Netz AG das neue
Zugsicherungssystem ETCS Level 2 einsetzen. Neben der Entwicklung der technischen Komponenten
in den Fahrzeugen, an der Strecke und in den Stellwerken musste auch das betriebliche
Verfahrensregelwerk an die teilweise neuen oder geänderten Funktionalitäten angepasst werden.
Dieser Artikel vermittelt einen Eindruck zu den Entwicklungsschritten des Regelwerks und vertieft einige ausgewählte Neuerungen und Änderungen.
 

Zugbegleiterheft im Fernverkehr bündelt betriebliche Regeln

Umsetzungsmöglichkeiten der neustrukturierten Fahrdienstvorschrift
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Mit der Neustrukturierung der Fahrdienstvorschrift der DB Netz AG zum Fahrplanwechsel im Dezember wird es für die DB Fernverkehr AG erforderlich, ein Zugbegleiterheft herauszugeben. Dies ist notwendig, weil die DB Netz AG die Fahrdienstvorschrift nur noch für bestimmte Mitarbeitergruppen der Eisenbahnverkehrsunternehmen herausgibt und weiterentwickelt, etwa für Triebfahrzeugführer und Rangierer. Die bislang enthaltenen Regeln für Zugbegleiter werden nur noch archiviert und somit nicht mehr weiterentwickelt. Die betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen müssen daher entscheiden, ob sie die archivierten Regeln weiter anwenden bzw. eigene Regeln herausgeben. In jedem Fall müssen die Eisenbahnverkehrsunternehmen ein Regelbuch zusammenstellen und zum Fahrplanwechsel in Kraft setzen, das diese Regeln enthält. Bei der Zusammenstellung dieser Regelbücher sind europäische Vorgaben zu berücksichtigen.

Motivation für eine brancheneinheitliche Regelung

Betriebsregelwerk EVU (BRW)
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In Umsetzung der Anforderungen der Technischen Spezifikationen Interoperabilität „Verkehrsbetrieb und Verkehrssteuerung“ (TSI OPE) und zur Herstellung einer möglichst klaren Zuweisung der Verantwortlichkeiten zwischen Eisenbahninfrastrukturunternehmen (EIU) und Eisenbahnverkehrsunternehmen (EVU) hat die DB Netz AG als größter Infrastrukturbetreiber in Deutschland ihr betrieblich-technisches Regelwerk grundlegend neu strukturiert.

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