Betriebliche und technische Rückfallsysteme

3-S-Zentralen: Die Multitalente des Bahnhofsbetriebs

Sicherheitskonzept
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Seit 1996 sind bei der DB Station&Service AG die 3-S-Zentralen in Betrieb. Von Beginn an waren sie Teil der Erfolgsstory der DB Station&Service AG. Im Rahmen der Modernisierung der Bahnhöfe und der damit einhergehenden Digitalisierung werden auch die 3-S-Zentralen neu aufgestellt und grundlegend modernisiert. In dem nachfolgenden Artikel ist dargestellt, wie die 3-S-Zentralen aktuell aufgestellt sind, wie der Stand der Weiterentwicklung ist und bis wann die Ziele der Modernisierung erreicht werden.

Drei Phasen der Sicherheitsarbeit im Bahnsystem

Sicherheitskonzepte
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Das Bahnsystem in seiner heutigen Form ist eines der sichersten Verkehrsträger. Dieses wird in vielen Statistiken durch eine geringe Anzahl an Opfern, unabhängig von der gewählten statistischen Bezugsgröße (zum Beispiel pro Personenkilometer oder pro Personenstunde), untermauert. Diese wichtige Eigenschaft ist der Tatsache zu verdanken, dass die Erfahrungen und Erkenntnisse der im Bahnsystem beteiligten Mitarbeiter über fast zwei Jahrhunderte hinweg kontinuierlich in die Sicherheitsarbeit eingeflossen sind. Dabei lassen sich drei Phasen der Sicherheitsarbeit im Umgang mit technischen Systemen beschreiben. In der Phase nach einem Ereignis kann der „Why-Because“-Ansatz zur Analyse der Ursachen genutzt werden, wie am Beispiel des Bahnunfalls in Mannheim von 2014 gezeigt wird.

Strukturiertes Entscheiden in kritischen Situationen

FOR-DEC
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In anderen sicherheitsrelevanten Bereichen eine Selbstverständlichkeit – im Eisenbahnsektor bislang noch ohne Verwendung: strukturiertes Entscheiden in komplexen kritischen Situationen. Mit Hilfe einer einfachen Vorgehensweise ist es mit FOR-DEC – einem logischen Zyklus für eine strukturiert geführte, standardisierte Vorgehensweise, der vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) entwickelt wurde – möglich, komplexe Probleme unter Zeitdruck zu lösen.

Situationsbewusstsein am Fahrdienstleiterarbeitsplatz

Betriebssicherheit
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Der Fahrdienstleiter ist unter anderem für die Zulassung von Zugfahrten zuständig und erfüllt damit eine wesentliche Aufgabe im Bahnbetrieb. Die Fähigkeit des Fahrdienstleiters, seinen Aufgaben ordnungsgemäß nachzugehen, hängt von verschiedenen Einflussgrößen ab, zum Beispiel dem Vorhandensein eines entsprechenden Situationsbewusstseins. Ein unzureichendes Situationsbewusstsein kann sowohl zu Fehlhandlungen als auch zur Unterlassung von notwendigen Handlungen führen, verbunden mit Gefährdungen der Sicherheit des Betriebs.

Sichere Energieversorgung von Stellwerken

Stellwerkstechnik
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Energieversorgungsanlagen sind in allen Bereichen des öffentlichen Lebens für die Aufrechterhaltung der Funktionalität hochtechnisierter Systeme von entscheidender Bedeutung. Sie liefern die Energie für den Betrieb elektrischer und elektronischer Systeme  rechtzeitig und in der erforderlichen Form (zum Beispiel Spannung, Frequenz), Menge und Qualität. Ohne diese Anlagen stehen die Systeme nicht mehr oder nur noch sehr eingeschränkt  zur Verfügung. Die Tolerierbarkeit eines Ausfalls wird immer nach dem konkreten Anwendungsfall entschieden.

Das Fahren im Raumabstand

Grundlagentext: Eisenbahnbetrieb
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Züge verkehren im Raumabstand. Welche Systeme der Abstandshaltung bei Schienenfahrzeugen zum Einsatz kommen und unter welchen Voraussetzungen hierbei das Fahren auf Sicht in Ausnahmefällen anzuwenden ist, zeigt der nachfolgende Beitrag. Der Artikel beschreibt die Grundlagen des Themas und richtet sich an Berufsanfänger bzw. Quereinsteiger.

Herzstück einer sicheren Eisenbahn

Sicherheitsmanagementsystem
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Auf seinem 2.300 Kilometer langen Weg vom norwegischen Halden nach Verona durchquert ein Güterzug der TX Logistik AG (TXL) sechs Länder. Nicht nur der Transportweg – einer der längsten Umläufe im europäischen Schienenverkehr – sondern auch die Prozesse im Hintergrund müssen lückenlos sicher sein. Eisenbahnunternehmen sind verpflichtet, das nachzuweisen und mit einem entsprechenden Sicherheitsmanagementsystem zu arbeiten. Als eines der ersten Eisenbahnverkehrsunternehmen in Europa verfügt TXL über ein neues Sicherheitsmanagementsystem (SMS), das die im Jahr 2011 verschärften und standardisierten Bestimmungen für den grenzüberschreitenden europäischen Verkehr erfüllt. Dafür hat sich die Güterbahn aus Bad Honnef einen internen Standard gegeben, den sie in ihrem gesamten europäischen Streckennetz anwendet. Technisches Herzstück ist eine spezielle Software, die alle sicherheitsrelevanten Abläufe im Unternehmen und in der kompletten Wertschöpfungskette abbildet.

Methode zur Erarbeitung von Störfallprogrammen

Entwicklung
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Es ist sechs Uhr morgens in Frankfurt am Main – Tausende von Fahrgästen benutzen die Frankfurter S-Bahnen, um ihren Arbeitsplatz zu erreichen. Plötzlich werden Personen im Gleisbereich gemeldet, was zu einer Streckensperrung im dicht befahrenen Tunnel in der Innenstadt führt. Eine turbulente Schicht in der Transportleitung Hessen ist damit garantiert. Die Disponenten behalten jedoch den Überblick: Mit ihrem vorgefertigten Störfallprogramm für die Sperrung des Abschnittes sind sie bestens vorbereitet. Die für diesen Fall vorgesehenen Maßnahmen, wie dem vorzeitigen Wenden oder Umleiten von Zügen, sind allen Beteiligten bekannt, denn die Maßnahmen für den Störungsfall müssen nicht erst erarbeitet werden. Es vergeht nur wenig Zeit, bis die ersten Maßnahmen greifen, die Störung kontrolliert und die Information der Kunden durch entsprechende Anzeigen und Ansagen in den Stationen sichergestellt ist.

Übermittlung schriftlicher Befehle mit neuen Codes

Richtlinie 408
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Mit Inkrafttreten der Bekanntgabe 10 zu Richtlinie (Ril) 408 „Züge fahren und Rangieren“ am 10. Juni 2012 werden unter anderem neue Regeln für das Übermitteln von schriftlichen Befehlen eingeführt. Ein Übermittlungscode soll dabei eindeutiger als bisher die Verantwortlichkeit für den Befehlsinhalt erkennen lassen und die Bestätigung der Übermittlung eines Befehls an den für die Erteilung zuständigen Fahrdienstleiter vereinfachen. Welche Regeln es bislang gab und was sich ab Jahresmitte ändern wird, erläutert dieser Beitrag.

Wissenswertes über Weichen

Bahnbetrieb
deine bahn_8_2010_48.jpg
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Während der erste Teil dieses Beitrages die Funktionsweise einer Weiche vermittelte, werden in diesem zweiten, eher bahnbetrieblich orientierten Teil die notwendigen Maßnahmen erläutert, die beim Auffahren einer Weiche ergriffen werden müssen. Solche sicherheitsrelevanten Handlungen werden anhand eines mechanischen und eines elektronischen Stellwerks verdeutlicht. Des Weiteren wird erklärt, wie man durch das Anbringen eines Handverschlusses vom Typ „HV 73 Sp“ eine Weiche vor Ort vorübergehend sichern kann. Abschließend wird das Abbinden von mechanisch und das Umkurbeln von elektrisch angetriebenen Weichen erläutert.

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