Editorial

Editorial 05/2017

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die Modernisierung des Schienennetzes in Deutschland läuft auf Hochtouren: 7,5 Milliarden Euro wollen allein in diesem Jahr verbaut werden. Der DB-Infrastrukturvorstand zog im Frühjahr ein positives Fazit des laufenden Sanierungsprogramms, das die Leistungsfähigkeit der bestehenden Bahninfrastruktur sicherstellen soll. Damit das Netz das wachsende Verkehrsaufkommen auf der Schiene bewältigen kann, müssen aber auch neue Kapazitäten geschaffen werden.

Den gesetzgeberischen Rahmen für den Neu- und Ausbau bildet der Bundesverkehrswegeplan, der zum Ende vergangenen Jahres in Kraft trat. Wolfgang Bohrer, Leiter der Infrastrukturplanung bei DB Netz, zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis: Eine Reihe wichtiger Bauvorhaben konnte in der Kategorie mit der höchsten Priorität untergebracht werden. Grundlage für das laufende Programm zur Bestandserhaltung ist die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung. DB Netz-Produktionsvorstand Roland Bosch und Roman Beck, Leiter LuFV- und Infrastrukturdatenmanagement, würdigen sie als ein innovatives Instrument nicht nur der Finanzierung, sondern auch der ergebnisorientierten Steuerung, das gewährleisten soll, dass die Qualitätsansprüche der Bauherren Bund und Bahn erfüllt werden.

Für das Management und die Planung ihrer Bauaktivitäten braucht die Bahn noch mehr Ingenieure: Weitere 1.000 von ihnen will die DB in diesem Jahr einstellen und hat für diese Zielgruppe eine Rekrutierungskampagne aufgesetzt, die Carola Hennemann vorstellt. Eine wichtige Rolle auf der Baustelle spielen die Gleisbaumeister. Für sie gibt es nun eine neue Weiterbildungsordnung, auf die Manfred Rimpler in seinem Beitrag eingeht.

Lesen Sie außerdem: Die DB Netz modernisiert ihren Fuhrpark für die Fahrwegpflege, Weichen erhalten ein Frühwarnsystem, und die Hochschule Mittelhessen entwickelt ein digitales Werkzeug für die nachhaltige Bauplanung.

Viele Anregungen und Erkenntnisse beim Lesen in dieser Ausgabe wünscht

 

Ihr Martin Nowosad,

Chefredakteur

 

Editorial 04/2017

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

in Nordrhein-Westfalen haben die Bauarbeiten für den RRX begonnen – ein Meilenstein für den Schienenverkehr in der Region und gleichzeitig ein Einschnitt für die Deutsche Bahn: Die Verkehre auf den künftigen Verbindungen werden zwei Wettbewerber betreiben, der Marktanteil von DB Regio NRW geht mit der Betriebsaufnahme deutlich zurück.

Daran wird einmal mehr deutlich, wie stark der Druck auf die Nahverkehrstochter der Bahn, in der Fläche immer noch größter SPNV-Anbieter, geworden ist. Wie DB Regio ihre Marktposition behaupten will, legt Vorstandschef Jörg Sandvoß in unserem Leitartikel dar. Das Unternehmen will die Kunden mit Qualität und Innovation überzeugen und hat sich auf der Grundlage von „Zukunft Bahn“ strategisch neu aufgestellt. Im Rahmen dieses konzernweiten Programmes läuft auch die Transformationsinitiative, die sich mit der Art und Weise des Arbeitens in der DB beschäftigt. Jürgen Niemann, Geschäftsführer des Competence-Center Transformation, erläutert Themenfelder und Zielsetzung.

Lesen Sie außerdem: Wie DB RegioNetze an der Weiterentwicklung der Infrastruktur für einen attraktiven und effizienten SPNV arbeitet, wie der Personenverkehr der DB soziale Medien im Dialog mit dem Kunden einsetzt und wie der Bahnhof der Stadt Ludwigsburg zum „Wohlfühlbahnhof“ weiterentwickelt wird.

Eine angenehme und anregungsreiche Lektüre wünscht

Ihr Martin Nowosad,
Chefredakteur
 

Editorial 03/2017

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dass die vom ehemaligen DB-Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Grube angestoßene Digitalisierungsoffensive im Konzern an Fahrt abnimmt, ist aber auch nach dessen Abgang nicht zu erwarten. Zum Ende vergangenen Jahres hat die DB ihre digitalen Aktivitäten mit der Gründung der Tochtergesellschaft Digital Ventures noch einmal aufgewertet. Auf der nun vor der Tür stehenden CeBIT, der weltgrößten Messe für  Informationstechnik in Hannover, präsentiert die Bahn die Früchte ihrer Zusammenarbeit mit jungen Unternehmen aus der Startup-Szene.

Fest steht, dass die von der Digitalisierung angetriebene Veränderung der Arbeitsgesellschaft auch vor der Bahn nicht halt machen wird und kann. Beispielhaft dafür steht der in diesem Heft beschriebene, interne Veränderungsprozess bei DB Systel, der für Bahn-Verhältnisse geradezu revolutionär ausfällt. Eine immer größere Rolle spielt die Verarbeitung der immensen Menge an Daten, die bei der Bahn Tag für Tag anfallen. Aus ihnen soll nicht zuletzt neuer Nutzen für die Kunden erwachsen. Innerhalb des Konzerns hat sich die DB Systel zur Aufgabe gemacht, die Themen Cloud Computing und Open Data voranzutreiben. Im Leitartikel erläutert Gerhard Hofer, Geschäftsführer Operations, warum Digitalisierung und Cloud zusammen gehören und wie der DB-interne IT-Dienstleister die Bahn in die „Wolke“ führt. Wie aus der Analyse von Daten neue Geschäftsmodelle entstehen, verrät Tobias Friedrich in seinem Beitrag. Die Datenberge für die weitere Verwendung zu erschließen, ist Kernaufgabe von Data Scientists und Data Engineers. Hannah Richta von DB Cargo stellt die neuen Berufsbilder vor.

Lesen Sie außerdem in diesem Heft: Wie die Bundesnetzagentur den Wettbewerb auf dem Eisenbahnmarkt stärken will, warum unser Autor Michael Rüffer trotz fortschreitender Automatisierung skeptisch bezüglich der Möglichkeit autonomen Fahrens auf der Schiene ist, und wie die Technische Hochschule in Aachen ihr Profil als Standort für Forschung und Lehre im Bereich der Schienenverkehrstechnik schärft.

Eine angenehme und anregungsreiche Lektüre wünscht

Ihr Martin Nowosad,
Chefredakteur
 

Editorial 02/2017

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das bekanntermaßen hohe Sicherheitsniveau des Verkehrsträgers Schiene wird durch ausgefeilte betriebliche Regelwerke und technische Einrichtungen gewährleistet, wie auch durch die Mitarbeiter, die diese qualifiziert anwenden und bedienen. Aufgrund einzelner Ereignisse, aber auch der zunehmenden technischen Möglichkeiten wird das Verhältnis zwischen Automatisierung und Steuerung durch den Menschen immer wieder neu diskutiert.

In unserem Leitartikel hebt Dirk Menne, seit Jahresbeginn Leiter Sicherheit im DB-Konzern, die Bedeutung systemischen Wissens für alle Verantwortlichen hervor, die Entscheidungen mit Einfluss auf die Betriebssicherheit treffen. Er nimmt dabei besonderen Bezug auf die vom Verordnungsgeber so benannten Leitenden oder Aufsichtführenden, und spricht sich für eine standardisierte Grundqualifikation für Führungskräfte aus.

Der Verkehrspsychologe Jan Grippenkoven vom DLR denkt wiederum in einem Beitrag darüber nach, warum sich Autofahrer und andere Verkehrsteilnehmer an Bahnübergängen über bestehende technische Barrieren und andere Warneinrichtungen hinwegsetzen, und welche Schlüsse sich daraus für die Verbesserung der Sicherungsmaßnahmen ziehen lassen. Einem klassischen Entscheidungs-Dilemma der Rechtsethik, dass durch das automatisierte Fahren auf der Schiene wieder auf den Plan gerufen wird, widmet sich die Stuttgarter Professorin Corinna Salander.

Neben diesen eher grundsätzlichen Überlegungen gehen die in dieser Ausgabe vertretenen Autoren auch auf konkrete Safety-Aspekte wie den Brandschutz oder die Bremstechnik ein. Lesen Sie außerdem in diesem Heft: Ein weiteres Hochschul-Porträt in unserer Reihe und ein Beitrag über die Regionalnetze der Deutschen Bahn, die im vergangenen Jahr ihr fünfzehnjähriges Bestehen feierten.

Eine angenehme und anregungsreiche Lektüre wünscht

Ihr Martin Nowosad,
Chefredakteur
 

Editorial 01/2017

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dass die Bahnbranche innovativer werden muss, um attraktiv und wettbewerbsfähig zu bleiben, hört man allerorts. Innovationen fallen aber nicht vom Himmel, sie beginnen in den Köpfen. Die Grundlagen für Innovationsfähigkeit werden dort gelegt, wo zukünftige Fach- und Führungskräfte in Verkehrsunternehmen und Bahnindustrie ausgebildet werden: an den Eisenbahnlehrstühlen der Hochschulen. Folgerichtig setzt der Innovationsprozess auch bei der Lehre selbst an.

In unserem Leitartikel zeigen Birgit Milius und Jörn Pachl von der TU Braunschweig, wie das Institut für Eisenbahnwesen und Verkehrssicherung die Lehre modernisiert und an den gewandelten Bedürfnissen, Lern- und Arbeitsweisen der Studierenden ausrichtet. Ein Aspekt ist die digitale und interaktive Vermittlung von Wissen. Dort setzt der Beitrag von Raphael Pfaff an, der an der FH Aachen Schienenfahrzeugtechnik lehrt. Er hat sich mit dem Einsatz von offenen Onlinekursen auf der Bildungsplattform Udemy beschäftigt und berichtet von seinen Erfahrungen.

Einen institutionellen und auch ökonomischen Rahmen für Innovationen im europäischen Bahnsektor bildet das Konsortium Shift2Rail, an dem seit mehr als einem Jahr auch die Deutsche Bahn beteiligt ist. Die Ziele und Handlungsfelder von Shift2Rail und die Schwerpunkte der DB stellt Ralf Marxen vor. Konkreten Beispielen für innovative Produkte und Technologien widmen sich weitere Beiträge in diesem Heft.

Lesen Sie außerdem: ein Porträt der WestfalenBahn, ein Bericht vom Eisenbahnbetriebsleiter-Kongress von DB Training und den zweiten Teil des Beitrags zu den MEGA-Projekten der Auszubildenden von DB Station&Service.

Ich wünsche im Namen der gesamten Redaktion einen guten Start ins Jahr 2017.

Ihr Martin Nowosad,
Chefredakteur
 

Editorial 12/2016

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

im November ist das internationale Klimaabkommen von Paris in Kraft getreten, und auch die Bundesrepublik soll grüner werden, so will es der vom Kabinett beschlossene Klimaschutzplan (vgl. S. 4). Dieser Plan nimmt den Verkehrssektor in die Pflicht und enthält erstmalig konkrete und ambitionierte Zielvorgaben, um den Ausstoß klimaschädlicher Emissionen zu senken. In der Branche ist es Konsens, dass die Energie- und Klimawende nicht ohne eine Verkehrswende zu machen ist – das zeigen zum Beispiel die politischen Kernforderungen der Eisenbahnverbände zur Bundestagswahl ganz deutlich (vgl. S. 5).

Auch wenn der Verkehr als Klimasorgenkind gilt, braucht sich die Bahn nicht zu verstecken: Im Frühjahr korrigierte die DB ihre selbst gesteckten Klimaziele nach oben und will bis 2020 noch mehr CO2 einsparen, als in der Konzernstrategie bereits vorgesehen war. Ein wichtiger Faktor ist die  Energieeffizienz, denn Energiesparen ist der beste Klimaschutz, bringt es Hans-Jürgen Witschke, Vorsitzender von DB Energie, in unserem Leitartikel auf den Punkt. Er erläutert darin, wie der bahninterne Energiedienstleister alle Unternehmen und Organisationseinheiten im Konzern bei der Umsetzung der EU-Vorgaben zur Erfassung und Optimierung ihrer Energieverbräuche unterstützt.

Einen Überblick über alle Maßnahmen und Ziele im Rahmen der DB-Strategie gibt Andreas Gelhaar, der den Bereich Umwelt im Konzern leitet. Sie reichen von der Fahrzeugflotte und den Bahnhöfen über die Schieneninfrastruktur bis hin zum Bahnbau. Ein wichtiges Thema für die öffentliche Akzeptanz
des Schienenverkehrs ist der Lärmschutz. Der Beitrag von Janine Korczak beschreibt, wie der Schienenverkehrslärm bis 2020 halbiert werden soll.

Lesen Sie außerdem in diesem Heft: Wie die DB die Probleme mit den Klimaanlagen im ICE 2 in den Griff bekommen hat, die Teilnehmer des Betriebsleiter-Symposium des VDEF über autonomes Fahren diskutiert haben, und welche Ergebnisse das diesjährige Azubi-Projekt von DB Station&Service
hervorgebracht hat.

Ich wünsche Ihnen eine anregungsreiche Lektüre und im Namen der gesamten Redaktion eine besinnliche Adventszeit und einen angenehmen Jahresausklang.

Ihr Martin Nowosad,
Chefredakteur
 

Editorial 11/2016

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

das Programm Zukunft Bahn hat die Steigerung der Qualität aus Sicht des Kunden im Fokus. Für
den Betrieb der DB Netz, der sich als Herz der Infrastruktur versteht, sind dies die  Verkehrsunternehmen. Das folgerichtig Zukunft Betrieb betitelte Programm zielt darauf, die Schnittstellen zu den EVU zu optimieren. Verfeinerte Methoden und Techniken zur Steuerung und Disposition der Kapazitäten tragen dazu bei, die Verfügbarkeit zu erhöhen und Züge pünktlicher fahren zu lassen. Davon profitieren dann auch die Endkunden: Fahrgäste und Verlader.

Die Schiene zur ersten Wahl für alle Kunden zu machen, ist somit das Ziel von Zukunft Betrieb, schreiben Christian Gruß und Martin Naundorf von der DB Netz AG in unserem Leitartikel. Sie zeigen anhand von konkreten Umsetzungsbeispielen auf, wie der Betrieb diesem großen Ziel näher kommen will. Dass die Digitalisierung auch hier eine Schlüsselrolle spielt, haben Sie bestimmt schon vermutet. Das Team von Autorin Alina Hofmann, Projektleiterin im Ressort Produktion, sorgt dafür, dass diese Entwicklung nicht an den Arbeitsplätzen auf den Stellwerken vorbeigeht, den Schaltzentralen im täglichen Geschäft des Betriebes. Sie beschreibt, wie der Weg hin zu einem digitalen Arbeitsplatz für Betriebsstellenpersonale aussieht. Ein weiterer Artikel zeigt, wie die Anbindung der Fahrdienstleister an das BKU-Netz bei der Südostbayernbahn zur Verbesserung der Unternehmenskultur beiträgt.

Außerdem in dieser Ausgabe: Ein Beitrag zur Modernisierung der 3-S-Zentralen an den Bahnhöfen und ein Bericht von der VDEI-Fachtagung Konstruktiver Ingenieurbau.

Eine angenehme und anregungsreiche Lektüre wünscht

Ihr Martin Nowosad,
Chefredakteur
 

Editorial 10/2016

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In eigener Sache

Nach dem Druck der vergangenen September-Ausgabe der Deine Bahn hat Hans-Peter Schonert sein Amt als Chefredakteur, das er seit Juli 1999 innehatte, altersbedingt niedergelegt. In den vergangenen 17 Jahren hat er wie kein anderer für die Qualität und Weiterentwicklung unserer Zeitschrift Sorge getragen. Es ist keineswegs übertrieben zu sagen, dass mit seinem Rückzug eine Ära zu Ende geht.

Der Bahn Fachverlag und die Redaktion danken Hans-Peter Schonert für seine langjährige Tätigkeit ganz herzlich und wünschen ihm für die Zukunft alles erdenklich Gute.

Gleichzeitig begrüßen wir als neuen Chefredakteur der Deine Bahn Martin Nowosad.

 
Werte Leserinnen und Leser,

zunächst möchte ich mich für das Vertrauen bedanken und freue mich, dass ich – als einer von mehreren Bahnhofsmanagern im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen – meine neue Aufgabe als Chefredakteur der Deine Bahn mit einer Ausgabe beginne, deren Schwerpunkt auf dem Thema Personenbahnhöfe der DB Station&Service AG liegt.

In unserem Leitartikel beschreibt Rolf Reh, Vorstand Bau- und Anlagenmanagement, die Anforderungen zur Qualität an den Bahnhöfen. Im Anschluss daran stellt Dr. Andreas Hamprecht, Leiter Geschäftsentwicklung, mit Zukunft Bahn eines der umfassendsten Programme vor, das die Deutsche Bahn AG jemals auf den Weg gebracht hat und derzeit an den Bahnhöfen von der DB Station&Service AG umgesetzt wird.

Weitere Fachartikel zum Schwerpunktthema beschäftigen sich mit der Vermietung, dem Anlagenmanagement und der Reisendeninformation bei der DB Station&Service AG. Außerdem darf selbstverständlich eine Würdigung der beiden aktuellen Bahnhöfe des Jahres, Stralsund und Steinheim, nicht fehlen.

Ich wünsche Ihnen viel Spaß mit der vorliegenden Ausgabe.

 

Editorial 09/2016

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

die weltweit größte Transportmesse InnoTrans steht vor der Tür. Der Veranstalter meldet eine Rekordbeteiligung bei der Zahl der ausstellenden Unternehmen und der teilnehmenden Länder.

Für den Vorstandsvorsitzenden der DB AG ist die 11. InnoTrans ein Anlass, zuversichtlich nach vorne zu blicken. Die große Bandbreite der Aussteller auf der Messe sowie die in diesem Jahr deutlich gestiegene Nachfrage im DB-Fernverkehr zeigten die Bedeutung der Schiene für die Mobilität der Zukunft, so Dr. Rüdiger Grube im Leitartikel. Eine wesentliche Rolle spielen dabei digitale Innovationen, die Grube sowohl als Treiber des Wandels im Verkehrsmarkt wie auch als Motor des Fortschritts in der Bahnbranche sieht.

Daran anschließend hebt unser Fahrzeugtechnik-Experte Jürgen Janicki die Bedeutung von Digitalisierung und Automatisierung als Schlüsselprogramm für den Bahnsektor hervor. Er gibt einen Überblick über die wichtigsten Anwendungsfelder, von Fahrgastinformation und Reiseplanung bis hin zu Fahrzeugdiagnose und Kapazitätsmanagement. Um Innovationen für einen zukunftsfähigen Bahnverkehr geht es auch in weiteren Beiträgen, die sich dem Innovationskreis Schienengüterverkehr und dem EU-Forschungsprogramm Shift2Rail befassen.

Die InnoTrans ist aber nicht nur eine Plattform für Industrie und Verkehrsunternehmen, sondern bietet Nachwuchs-Fach- und Führungskräften zahlreiche Möglichkeiten, um Kontakte für eine berufliche Zukunft in der Bahnbranche zu knüpfen. Die Fachhochschule St. Pölten ist ebenfalls auf der Messe vertreten und präsentiert sich in diesem Heft als Anbieter von Ausbildungsgängen, die den Schwerpunkt auf berufsbegleitende und systemorientierte Qualifizierung von Bahningenieuren legen.

Lesen Sie außerdem den zweiten Beitrag in unserer Artikelreihe zum Gotthard-Basistunnel, diesmal zum Thema Bahntechnik.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.

Editorial 08/2016

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

dass sich die Arbeitswelt unter dem Einfluss von digitalen Technologien und fortschreitender Automatisierung grundlegend verändert, ist unstrittig. Wie sich dieser Wandel hin zur „Industrie 4.0“ nun für die Beschäftigten konkret auswirkt, darüber gehen die Meinungen auseinander. Schaut man auf die in den Medien verbreiteten Meldungen zu diesem Thema, halten sich optimistische Prognosen und Krisenszenarien in etwa die Waage.

Fakt ist, dass sich insbesondere die großen und technologiegetriebenen Unternehmen mit diesen Trends aktiv und umfangreich auseinandersetzen. In unserem Leitartikel erläutert Personalvorstand Ulrich Weber, wie die Deutsche Bahn im Rahmen ihrer Initiative „Arbeitswelten 4.0“ die Frage beantwortet, wie bei der DB im Jahr 2030 gearbeitet werden wird. Aus den dort entwickelten Szenarien ergeben sich Impulse für Veränderungen der Führungskultur, der Personalarbeit, aber auch der Berufsbilder im Konzern.

Die Veränderungen der Arbeitswelt wirken sich auch auf die berufliche Bildung aus. Experte Werner Sauter spricht im Interview davon, dass Kompetenzen immer stärker am Arbeitsplatz entwickelt werden, der so zum wichtigsten Lernort wird. Um Lernprozesse effektiv zu gestalten, sollten sie auf geeigneten Methoden zur Kompetenzmessung aufbauen, wie Sauter in seinem Beitrag beschreibt.

Dass die zukünftige Bahn-Arbeitswelt auf absehbare Zeit nicht ohne den Menschen auskommt und junge Menschen für Ausbildungsberufe begeistern werden müssen, ist die Kernaussage eines weiteren Beitrags. Er stammt von einem DB-Mitarbeiter, der sich in den sozialen Netzwerken dafür einsetzt, die Zusammenhänge des Bahnbetriebes einer breiteren Öffentlichkeit und insbesondere den internetaffinen Zielgruppen verständlich zu machen.

Außerdem in diesem Heft: Der erste einer Reihe von Fachartikeln zum Gotthard-Basistunnel, die in loser Folge erscheinen werden.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen dieser und anderer Themen.

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