Editorial 05/2012

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Liebe Leserinnen, liebe Leser,

der europäische Schienengüterverkehrsmarkt hat nach dem Einbruch der Weltwirtschaft mit einem Transportvolumen von 429 Milliarden Tonnenkilometern im vergangenen Jahr bereits wieder das Niveau des Jahres 2005 erreicht. Mit einer erwarteten jährlichen Steigerungsrate von 1,9 Prozent bis 2030 bleibt der Schienengüterverkehr damit ein wichtiger Wachstumsmarkt für die Deutsche Bahn.

Die Öffnung des europäischen Schienengüterverkehrsmarktes bietet allen europäischen Bahnen Chancen, ihre Marktanteile zu vergrößern: Mirko Pahl, Vorstand Produktion der DB Schenker Rail Deutschland AG, beschreibt in unserem Leitartikel, wie sein Unternehmen sich dazu positionieren will. Eine wesentliche Voraussetzung in diesem Zusammenhang ist allerdings, dass die Kosten für die Harmonisierung der betrieblichen Prozesse und technischen Systeme auf EU-Ebene nicht allein der Schiene aufgebürdet werden.

Eine weitere Sicht auf dieses Thema beleuchtet ein Beitrag der deutsch-belgischen Produktionsgesellschaft Corridor Operations Belgium Rail (Cobra). In ihm werden die Herausforderungen beschrieben, vor denen das Gemeinschaftsunternehmen von DB Schenker Rail und der belgischen Güterbahn B-Logistics sich im innereuropäischen, grenzüberschreitenden Güterverkehr steht.

In einem weiteren Artikel zu unserem Schwerpunktthema Transport und Logistik wird die Deutsche Umschlaggesellschaft Schiene – Straße (DUSS) vorgestellt, die mit einer Umschlagbilanz von 2,1 Millionen Ladeeinheiten in 2011 europaweit einer der größten Anbieter für den Kombinierten Verkehr ist.

Weitere Beiträge dieser Ausgabe befassen sich mit dem Thema Kapazitätsmanagement: Dr. Ing. Werner Weigand, Leiter Fahrplan und Kapazitätsmanagement bei der DB Netz AG, und seine Mitarbeiter beschreiben die Herausforderungen, vor denen das Unternehmen durch die steigende Nachfrage und zukünftig entstehende Kapazitätsengpässe entstehen werden. Eine Schlüsselrolle – insbesondere für den Erhalt der Wirtschaftlichkeit der DB Netz AG – nimmt dabei der neu eingeführte „Prozess Kapazitätsmanagement“ ein.

Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Lesen der vorliegenden Ausgabe.

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