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DB startet Digitalisierungsoffensive

Die Deutsche Bahn hat eine Reihe von Initiativen zum gezielten Einsatz digitaler Technologien in allen Geschäftsfeldern angekündigt. Mit mehr als 150 Einzelvorhaben in den Bereichen Mobilität, Logistik, Infrastruktur, Produktion, IT und Arbeitswelten will die Konzernführung die Attraktivität der Angebote erhöhen und betriebliche Prozesse effizienter gestalten. DB-Vorstandschef Rüdiger Grube und Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt stellten die Initiative Anfang Juni in Berlin vor.

VCD: Fernverkehr muss attraktiver werden

Der Verkehrsclub Deutschland (VCD) hat sich für eine deutschlandweite Koordinierung von Tarifstruktur und Taktung im Fernverkehr ausgesprochen. Auf einer Fachtagung, die der VCD im Juni in Berlin ausrichtete, ging es um die Frage, wie die Bahn für Fernreisende attraktiver werden kann. Hintergrund: Mehr als 20 Jahre nach der Bahnreform hat die Zahl der Reisenden mit zuletzt 129 Millionen Fahrgästen (2014) noch nicht den Stand von 1994 erreicht. Diese Zahlen nahm der VCD zum Anlass, mit Vertretern von Eisenbahnverkehrsunternehmen, Experten und Verkehrspolitikern über Ursachen und mögliche Konsequenzen aus dieser Entwicklung zu diskutieren.

Zulassungsreform für Bahntechnik steht vor dem Abschluss

Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer Bemühungen, die Zulassung von Schienenfahrzeugen zu beschleunigen, nun auch das dazu gehörende Gesetz auf den Weg gebracht: Ein entsprechender Entwurf des  Verkehrsministeriums hat im Mai den Bundesrat passiert. Mit der Novelle wird nun auch de jure ermöglicht werden, dass bisher dem Eisenbahn-Bundesamt (EBA) vorbehaltene Prüfaufgaben bei der Zulassung von Schienenfahrzeugen von privaten Dienstleistern übernommen werden können.

VDV-Jahrestagung: Positive Signale des Bundes zur ÖPNV-Finanzierung

Auf seiner Jahrestagung in Köln hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sich positiv zu der Ankündigung der Bundesregierung geäußert, sich auch in Zukunft an der Finanzierung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu beteiligen und damit die kommunale Nahverkehrsfinanzierung fortzuführen.

Studie: Politik konterkariert eigene Ziele für Güterverkehr

Die Staaten der Europäischen Union verfolgen seit Jahren das Ziel, mehr Güterverkehr auf die Schiene zu bringen. Tatsächlich ist die Marktanteilsentwicklung des Schienengüterverkehrs (SGV) aber rückläufig. Eine neue Studie im Auftrag der Branchenverbände IBS und UIRR stellt die Rolle der politisch bedingten Kostensteigerungen bei dieser Entwicklung heraus: „Die Politik wird ihre selbstgesetzten Verlagerungsziele nicht nur nicht erfüllen, sondern sie ist es selbst, die diese Ziele konterkariert“, sagte Professor Paul Wittenbrink, Autor der Studie, bei einer Veranstaltung des gemeinnützigen Verkehrsbündnisses Allianz pro Schiene in Berlin.

Studie: Geschäftsreisen werden intermodal und grün

Die Bedeutung des Bahnverkehrs für berufliches Reisen nimmt zu. Das ergab eine Expertenbefragung zur Zukunft der geschäftlichen Mobilität im Auftrag der DB. Demnach werden Angebote des öffentlichen Personenverkehrs in den kommenden zehn Jahren stärker, Firmenwagen dagegen weniger häufig genutzt werden. Auch Carsharing und intermodales, umweltfreundliches Reisen sind auf dem Vormarsch.

 

Automaten: Mehr Sicherheit durch Farbpatronen

Die Deutsche Bahn intensiviert ihre Bemühungen, den Aufbruch von Fahrscheinautomaten unattraktiver zu machen. Ein neues technisches Sicherungssystem mit speziellen Farbpatronen soll potentielle Täter nicht nur abschrecken, sondern auch zur Aufklärung von Delikten beitragen. Vertreter von DB und Bundespolizei haben das Konzept im Februar in Berlin vorgestellt und eine erste Bilanz gezogen.
 

Deutsche Bahn baut Angebote für den Fernverkehr erheblich aus

Die Deutsche Bahn AG hat angekündigt, ihr Fernverkehrsangebot bis zum Jahr 2030 um 25 Prozent auszubauen. Mit dieser dem eigenen Bekunden nach größten Kundenoffensive in der Geschichte des DB Fernverkehrs will der Konzern 50 Millionen zusätzliche Reisende pro Jahr gewinnen und „noch stärker als bisher gegen die Konkurrenz von Auto, Bus und Flugzeug punkten“. Dafür will die DB insgesamt 12 Milliarden Euro, vor allem für neue Zugflotten, investieren und 1.500 neue Arbeitsplätze schaffen.
 

Siemens soll Züge für den Rhein-Ruhr-Express liefern

Siemens soll den Zuschlag für die Lieferung der neuen Züge für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) in Nordrhein-Westfalen erhalten. Das haben die beteiligten Zweckverbände Anfang Februar bekannt gegeben. Der Hersteller soll – vorbehaltlich der Zustimmung der politischen Gremien der Zweckverbände – die ersten von insgesamt 82 Fahrzeugen im Jahr 2018 zur Verfügung stellen und über einen Zeitraum von 30 Jahren für Wartung und Instandsetzung sorgen. Das seit Oktober 2013 laufende, europaweite Vergabeverfahren endete im März. An der Ausschreibung haben sich insgesamt vier Unternehmen beteiligt.
 

Deutsche Bahn baut Fernbus-Angebot aus

Die Deutsche Bahn AG hat Ende Februar angekündigt, ihr Fernbus-Angebot in großem Stil auszubauen. Außerdem sollen die DB-Fernbusse in Zukunft unter einem gemeinsamen Markennamen unterwegs sein. Damit reagiert der DB-Konzern unter anderem auf die Ankündigung des derzeitigen Marktführers auf dem Fernbus-Markt, MeinFernbus Flixbus (rund 75 Prozent Marktanteil), sein Angebot bis zum Jahresende um mehr als 50 neue Linien und 500 neue Haltestellen zu erweitern. MeinFernbus Flixbus ging im Januar aus der Fusion der beiden gleichnamigen Anbieter hervor.

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