Schienengebundener ÖPNV wächst weiter – VDV fordert Sonderprogramm für Investitionen

Nach dem Rekordjahr 2016 hat der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) ein weiteres Wachstum im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) vermeldet.

Nach den Mitte August veröffentlichten Zahlen für das erste Halbjahr 2017 nutzten 5,2 Milliarden Fahrgäste die öffentlichen Beförderungsangebote, das waren 1,5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die stärkste Zunahme verzeichnete der Eisenbahnverkehr (S- und Regionalbahnen mit 2,7 Prozent), gefolgt von der Sparte Tram (Straßen- und U-Bahnen, 2 Prozent) und Bussen (0,5 Prozent). Bei den gefahrenen Personenkilometern (Pkm), die insgesamt um 1,5 Prozent auf 47,3 Pkm anstiegen, lagen die Zuwächse bei Eisenbahn und Tram mit 1,9 beziehungsweise 2 Prozent in etwa gleichauf.

Die im VDV organisierten Unternehmen nahmen 6,4 Milliarden Euro aus Beförderungsentgelten ein. Die Einnahmen stiegen dabei im Schienenpersonennahverkehr um 5 Prozent, im Straßenpersonenverkehr um 3,5 Prozent. Der durchschnittliche Preisanstieg lag bei 2 Prozent.

VDV-Präsident Jürgen Fenske sagte anlässlich der Präsentation der Zahlen, die gestiegenen Ticketeinnahmen würden für die Finanzierung der Beförderungsangebote benötigt, reichten allerdings nicht für die notwendige Modernisierung und den Ausbau der Infrastruktur oder die Beschaffung neuer Fahrzeuge aus. „Wir brauchen deshalb ein Sonderprogramm für den ÖPNV“, so Fenske. (Stand: 09/2017)

Straßenbahnverkehr am Erfurter Hauptbahnhof: 2 Prozent mehr Fahrgäste in der Sparte Tram
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