Innovation bei DB Schenker und DB Cargo: Grün ist die Zukunft

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Ferngesteuerte Elektro-Lkw, Drohnen und Multicopter, Lagerroboter und Teile aus dem 3D-Drucker: Bausteine einer „Logistik der Zukunft“, wie sie sich das DB-Transportunternehmen Schenker vorstellt. Martin Sonnenberg, Global Innovation Manager bei Schenker, hat die Zukunftsstrategie des  Unternehmens auf einer Fachtagung in Essen präsentiert, die im Rahmen der Mobilitätswoche in der „Grünen Hauptstadt Europas“ stattfand. Elektromobilität und Nachhaltigkeit in der gesamten Lieferkette, Automatisierung, Datenanalysen und die Digitalisierung von Betriebsprozessen und Kundenschnittstellen sind wesentliche Handlungsfelder für die Logistiker. Ein Ziel ist es, die Wünsche der Kunden besser zu verstehen und maßgeschneiderte, individualisierte Produkte und Dienstleistungen zu bieten. Dabei orientiert sich Schenker auch an der Plattformökonomie, für die Vertreter wie uber oder AirBnB stehen.

Den Umweltvorteil des Verkehrsträgers Schiene ausbauen und die Straßen und Innenstädte vom Verkehr entlasten, ist ein Hauptziel der Innovationsstrategie des Schienengüterverkehrs der Deutschen Bahn. André Kalvelage, Leiter der Unternehmensentwicklung bei DB Cargo, stellte in Essen einige Maßnahmen vor, mit denen der Warentransport per Bahn noch energieeffizienter und emissionsärmer werden soll: Die Umrüstung auf Flüsterbremsen, der Einsatz von Assistenzsystemen für energiesparende Fahrweise, die Modernisierung der Wagenflotte oder Bahnanlagen mit regenerativer Energieversorgung. Im Rahmen von „DBeco Plus“ berät Cargo seine Kunden hinsichtlich der Vermeidung von CO2-Emissionen entlang der gesamten Transportkette. Darüber hinaus will das Unternehmen seinen Energieverbrauch bis 2020 um 21 Prozent senken und mit Innovationen wie automatisierten Zugbildungsanlagen, digitalen Vertriebsplattformen oder längeren Güterzügen attraktiver für Verlader werden. Hochautomatisiertes Fahren spielt auch für DB Cargo eine Rolle und wird auf ersten Teststrecken in der Praxis erprobt. Auch wenn das Unternehmen innerhalb der nächsten drei Jahre etwa ein Zehntel seiner Lokführer verliert, geht es dabei nicht in erster Linie um Personaleinsparung, betonte Kalvelage, sondern um einen effizienteren und sichereren Bahnbetrieb.

Die DB Bahnbau Gruppe, die die Tagung gemeinsam mit Schenker und Cargo ausrichtete, warb für alternative Energiesysteme in der Schieneninfrastruktur. Oberbauleiter Marcus Klaer erklärte, wie Photovoltaik und Wasserstofftechnologie zur Stromversorgung von Funkmasten, Signalanlagen oder elektronischen Stellwerken eingesetzt werden. Netzersatzanlagen mit Brennstoffzellen seien zwar mit hohen Anfangsinvestitionen verbunden, so Klaer, lohnen sich aber in der Betrachtung der Lebenszykluskosten, da im Vergleich zu Dieselanlagen der Wartungs- und Inspektionsaufwand deutlich geringer und die Verfügbarkeit höher sei. (Stand: 10/2017)
 
Mehr zum Thema Nachhaltigkeit lesen Sie in der Dezemberausgabe von Deine Bahn.
 
www.dbschenker.com
www.dbcargo.com
www.bahnbaugruppe.com

Die Mobilität der Zukunft ist grün: E-Auto beim Auftanken vor der Schenker-Zentrale in Essen
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