DB-Sicherheitsbericht: Kriminalität leicht rückläufig

In Zügen, Bahnhöfen und an Bahnstrecken sind im vergangenen Jahr insgesamt 3 Prozent weniger Straftaten verübt worden. Das geht aus dem Sicherheitsbericht hervor, den Deutsche Bahn und Bundespolizei Ende April in Berlin erstmals gemeinsam vorgestellt haben.

Mit einem Rückgang von jeweils 16 Prozent im Verhältnis zu 2014 haben der Diebstahl von Buntmetallen und Graffiti am stärksten abgenommen. Sachbeschädigungen an Fahrzeugen und Bahnanlagen gingen um 12 Prozent, Delikte von Körperverletzung um 8 Prozent zurück. Um etwa 20 Prozent auf 1.800 Fälle angestiegen ist hingegen die Zahl der Übergriffe auf Bahnmitarbeiter. Davon am meisten betroffen sind Sicherheitskräfte, während nur rund ein Viertel der registrierten Attacken von Zugbegleitern gemeldet wurden. Die DB beobachtet diese Entwicklung mit Sorge und verweist auf einen Zusammenhang mit der verstärkten Präsenz von Sicherheitspersonal an Schwerpunktbahnhöfen und einer konsequenteren Durchsetzung der Hausordnung.

Zugenommen hat auch der Aufbruch von Fahrscheinautomaten: Hier verzeichnet der Bericht für 2015 einen Anstieg um ein Fünftel auf 450 Fälle. Im vergangenen Jahr hat die Bahn ein technisches Sicherungssystem eingeführt, das erbeutetes Bargeld aus Automaten mittels Farbkennzeichnung unbrauchbar machen soll.

Zur Erhöhung der Sicherheit an Bahnhöfen treiben DB und Bundespolizei den Ausbau der Videoüberwachung weiter voran: Die dafür bis 2023 zur Verfügung stehenden Mittel wurden Ende vergangenen Jahres um 25 Millionen Euro aufgestockt. In diesem Jahr rüstet die Bahn weitere Bahnhöfe in großen Städten mit modernisierter Kameratechnik aus. Derzeit werden etwa 80 Prozent der Verkehrsströme an 500 Verkehrstationen mittels Videokameras überwacht. (Stand 05/2016)

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